Niedrigwasser-Lagebericht Bayern

Ausgegeben am 02.10.26, 14:00 Uhr

Das Niederschlagsdefizit des laufenden Abflussjahres beträgt für Nordbayern 233 und für Südbayern 370 Liter pro Quadratmeter. Aktuell zeigen 86 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen und 79 Prozent der Messstellen der tieferen Grundwasserstockwerke niedrige Verhältnisse. 76 Prozent der Fließgewässermessstellen weisen Abflüsse unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss auf.

Witterung:
Die Analyse der zurückliegenden sieben Monate von März bis September 2026 ergibt (Abb. 1): Alle Regierungsbezirke weisen deutliche Niederschlagsdefizite auf, wobei der südbayerische Regenmangel hervorsticht. In der 96-jährigen Datenreihe wurde für Schwaben (390mm), Oberbayern (437mm) und die Oberpfalz (290 mm) noch nie ein so niederschlagsarmer Vergleichszeitraum registriert.

Die Niederschlagssumme des bisherigen Abflussjahres (01.11.2025 bis 30.09.2026) beträgt für Nordbayern (Bayern nördlich der Donau) 502mm (68 Prozent vom Mittel 1971 bis 2000) und für Südbayern (Bayern südlich der Donau) 637mm (63 Prozent vom Mittel). Seit November 2025 sind in Südbayern zehn und in Nordbayern neun der elf Monate zu trocken ausgefallen (Abb. 2). Nur der Februar 2026 war bayernweit zu nass und der August 2026 fiel in Nordbayern durchschnittlich aus. Der Niederschlags-/Dürreindex (SPI) der letzten 90 Tage klassifiziert für große Teile Schwabens und Oberbayerns sowie für einzelne Bereiche des westlichen Frankens extrem trockene Verhältnisse.

Mit dem Ablauf des Septembers sind nun schon acht Monate in Folge statistisch zu warm ausgefallen. Mit einer Abweichung von 4,5 Grad über dem Mittel war der Juni markant zu warm und Februar, April, Juli, August sowie September deutlich zu warm (Überschreitung des Mittels um mehr als 2 Grad. Die Zahl der Sommertage mit Höchsttemperaturen von mindestens 25°C liegt zwischen 45 in Hof und 101 in Regensburg. Diese Werte entsprechen vielerorts etwa dem Zweifachen des langjährigen Mittels. Auch bei den heißen Tagen mit Höchsttemperaturen von mindestens 30°C zeigen sich deutlich überdurchschnittliche Werte: In Hof wurden bislang 18, in Kitzingen 54 heiße Tage registriert. Damit wurde vielerorts das Sechs- bis Siebenfache des 30-jährigen Mittels erreicht. Die Zahl der sehr heißen Tage mit Höchsttemperaturen von mehr als 35°C reicht von 2 in Hof über 5 in Augsburg bis zu 21 in Kitzingen. Auch bei den Tropennächten mit einem Lufttemperaturminimum von mindestens 20°C ragt der Sommer 2026 heraus. In Würzburg wurden 12, in München 8 Tropennächte verzeichnet.

Fließgewässer:
Die im September gefallenen Niederschläge führten bisher nur kurzzeitig zu höheren Abflüssen. Seit dem letzten Lagebericht hat sich daher die Niedrigwassersituation an den Fließgewässern weiter verstärkt und die Abflüsse an den Fließgewässern sind meist weiter zurückgegangen. Aktuell zeigen ca. 11% der Messstellen in Bayern für die Jahreszeit niedrige Abflussverhältnisse, an 76% der Messstellen werden Abflüsse unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss (MNQ) gemessen und als sehr niedrig eingestuft (Abb. 5). An einzelnen Pegeln werden aktuell Niedrigstwerte des Abflusses (NQ) beobachtet, oft wurden diese Abflüsse bereits im August unterschritten und erreichten diese Schwelle nun erneut. Günstiger ist die Abflusssituation weiterhin an Fließgewässerabschnitten, die durch Speicherabgaben gestützt werden. Eine solche Abflusserhöhung erfolgt z. B. an der Rednitz/Regnitz durch Abgaben aus dem Rothsee sowie Brombachsee. In den letzten 12 Monaten wurden in Bayern (mit Ausnahme Februar 2026) unterdurchschnittliche Abflussmonatssummen gemessen.

Technischer Hinweis: Durch das Auftreten von starkem Bewuchs an einzelnen Messquerschnitten können lokal Abflussmesswerte verfälscht sein. Die Anzahl der im NID veröffentlichten Pegel wurde überarbeitet und angepasst.

Seen und Speicher:
An ca. 24% der beobachteten Seen und Speicher werden für die Jahreszeit niedrige Wasserstände und an ca. 59% sehr niedrige Wasserstände registriert. Die Wasserstände der Seen sind im Berichtszeitraum überwiegend gefallen. Am Starnberger See liegt der Wasserstand weiterhin im Bereich des niedrigsten bisher gemessenen Tageswertes (NW). In der langen Beobachtungsreihe wurden im September noch nie so niedrige Wasserstände beobachtet (Abb. 6).

Die Betriebsräume der staatlichen Wasserspeicher mit der Funktion Niedrigwasseraufhöhung sind derzeit zu rd. 5 bis 47% gefüllt; am Ellertshäuser See sowie am Liebensteinspeicher sind aufgrund des Wechsels vom Sommer- zum Winterstauziel die Betriebsräume definitionsgemäß wieder zu 100% gefüllt (d.h. die tatsächlichen, nicht maßgeblich veränderten Wasserstände liegen über dem festgelegten Winterstauziel). Die genannten Volumina können für die Niedrigwasseraufhöhung in Anspruch genommen werden. Davon ausgenommen sind die Trinkwassertalsperre (TWT) Mauthaus, welche aufgrund von Sanierungen keine Niedrigwasseraufhöhung leistet und der Altmühlsee, welcher aufgrund seines niedrigen Wasserstandes aktuell keine Niedrigwasseraufhöhung für die Altmühl bereitstellen kann.

Am Überleitungssystem Donau-Main wird, da der Mindestabfluss von 140m³/s am Pegel Kelheimwinzer unterschritten ist, kein Wasser aus der Donau zur Überleitung in das Maingebiet verwendet. Am Rothsee ist die Abgabe weiterhin bei 1m³/s und am Großen Brombachsee bei 0,5m³/s. Somit werden aktuell insgesamt nur noch 1,5m³/s in das Maingebiet übergeleitet.

Mit dem Rottachsee wird seit dem 22.07.2026 eine Niedrigwasseraufhöhung von rd. 2m³/s für die Iller bereitgestellt, da am Pegel Neu-Ulm in der Donau der Grenzwert von 44m³/s seit diesem Datum unterschritten ist.

Für die Isar leistet der Sylvensteinspeicher Niedrigwasseraufhöhung mit variierenden Mengen. Aktuell wird der Abfluss in der Isar auf rd. 13m³/s in Bad Tölz erhöht.

Am Eixendorfer See wird seit dem 03.07.2026 Niedrigwasseraufhöhung betrieben. Dabei wird der Abfluss in der Schwarzach unterhalb des Speichers auf 1,3m³/s angehoben.

Bereits seit dem 06.06.2026 wird durch die Förmitztalsperre Niedrigwasseraufhöhung für die Sächsische Saale durchgeführt. Dabei werden aktuell rd. 0,6m³/s an das Fließgewässer abgegeben.

An der TWT Mauthaus und der TWT Frauenau sind derzeit die Betriebsräume zu 43 bzw. 47% gefüllt. Beide Trinkwassertalsperren können zur Wasserlieferung an die Fernwasserversorger herangezogen werden.

Grundwasserstände und Quellschüttungen:
Aktuell zeigen 86 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen und 79 Prozent der Messstellen der tieferen Grundwasserstockwerke niedrige und sehr niedrige Verhältnisse. An jeder fünften Messstelle des obersten Stockwerks wird ein neuer Niedrigstwert erfasst.

Entwicklung der Grundwasserstände und Quellschüttungen im oberen Grundwasserstockwerk

Nach dem zu trockenen Jahr 2025 waren auch das hydrologische Winterhalbjahr (November 2025 – April 2026) sowie das bisherige hydrologische Sommerhalbjahr (seit Mai 2026) von einer erheblichen Trockenheit geprägt. In der Folge hat sich im Laufe der Zeit an nahezu allen staatlichen Grundwassermessstellen und Quellen eine ausgeprägte Niedrigwassersituation eingestellt.
Die insgesamt geringen Niederschläge der letzten Wochen seit Ende der Hitzeperiode führten an einigen fließgewässernahen und flachen Grundwassermessstellen zu einem geringen, aber nur vorübergehenden Anstieg der Grundwasserstände. An nahezu allen Messstellen mit größerer Bodenüberdeckung und größeren Flurabständen wird hingegen eine andauernde Abnahme der Grundwasserstände registriert.
Aktuell wird an 86% der Messstellen des oberen Grundwasserstockwerks eine Niedrigwassersituation gemessen (Abb. 3), wobei mit 50% die Einstufung „sehr niedrig“ dominiert. Bemerkenswert ist die, mit Schwerpunkt in Südbayern, außergewöhnlich hohe Anzahl an Messstellen, an denen neue Niedrigstwerte registriert werden. Aktuell ist dies an 20%, bzw. an jeder fünften Messstelle der Fall. Auffallend ist auch das insgesamt sehr niedrige Schüttungsniveau vieler Quellen. So wurden in diesem Jahr bereits häufig neue Niedrigstwerte bei der Quellschüttung erreicht, wobei neben dem Ostbayerischen Kristallin besonders das Alpenvorland sowie der alpine Raum betroffen sind.

Die aktuelle Situation ist angespannt. Dies wird durch einen exemplarischen Vergleich mit den entsprechenden Niedrigwasserbedingungen zum selben Zeitpunkt der letzten fünf Jahre bestätigt: 2021: 16%, 2022: 48%, 2023: 41%, 2024: 4%, 2025: 39%.
Der Jahresganglinienvergleich an zwei ausgewählten Messstellen (Abb. 4) zeigt eindrücklich, dass an vielen Messstellen die aktuell gemessenen Grundwasserstände und Quellschüttungen bereits jetzt unter einem Niveau liegen, welches in bisherigen Trockenjahren (z.B. Jahr 2018) erst in den späten Herbstmonaten erreicht wurde.
Unter Berücksichtigung des üblichen Jahresverlaufs der Messdaten (Zunahme der Niedrigwassersituation in den Spätsommer- und Herbstmonaten) muss, bei weiter ausbleibenden großflächigen und sehr ergiebigen Niederschlägen, mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Fortsetzung der Entwicklung abnehmender Grundwasserstände und Quellschüttungen bis in den Spätherbst ausgegangen werden. Das weitere Geschehen ist genau zu beobachten.

Entwicklung der Grundwasserstände in den tieferen Grundwasserstockwerken

In den tieferen Grundwasserstockwerken wird aktuell an rund 79% der Messstellen eine Niedrigwassersituation registriert (Abb. 3). Die Entwicklung abnehmender Grundwasserstände wird sich ohne nachhaltige Neubildungsereignisse erwartungsgemäß weiter fortsetzen. Besonders betroffen sind die bereits auffälligen Gebiete „südbayerisches Tertiärhügelland“ sowie zum Teil „mittelfränkischer Sandsteinkeuper“ und „überdeckter Jura“. Im laufenden Jahr wurden, mit Schwerpunkt im südbayerischen Raum bereits an vielen Messstellen neue Niedrigstwerte registriert. Auch in Nordbayern zeigen viele Messstellen eine teils ausgeprägte Niedrigwassersituation.

Entwicklung der Grundwasserneubildung in den letzten Jahren

Aufgrund der in Summe zu geringen Niederschlägen der letzten Jahre weist die Grundwasserneubildung in Bayern im Zeitraum 2003 bis 2025 ein mittleres jährliches Defizit von rd. 15% auf. Erst das nasse Jahr 2024 führte nach zuvor gehäuft aufgetretenen Trockenjahren (2015, 2018, 2019, 2020, 2022) zu einer vorübergehenden Erholung. Diese Erholung war in ihrer Ausprägung jedoch nicht nachhaltig, so dass sich das Defizit in der Grundwasserneubildung nach dem Trockenjahr 2025 erneut vergrößert hat.

Trinkwasserversorgung:
Die öffentliche Trinkwasserversorgung in Bayern ist gewährleistet. Versorgungsengpässe bei den Abnehmern sind aktuell nicht bekannt. Die Situation hat sich seit dem letzten NID-Lagebericht am 25.09.2026 nicht wesentlich verändert. Aufgrund der trockenen Wetterlage in den letzten Tagen ist das Wasserdargebot nach wie vor auf einem niedrigen bis sehr niedrigen Niveau.

Bei einer Reihe von Quellen und Brunnen der Wasserversorgung werden weiterhin geringe Quellschüttungen und niedrige Grundwasserstände beobachtet, die unter den saisonal üblichen Werten liegen und in einigen Fällen Niedrigstwerte bzw. im südlichen Schwaben bereits das niedrige Niveau zum Ende des Trockenjahres 2018 erreichten. Ortsabhängig ergaben sich in den letzten Tagen z. T. weiterhin sinkende Quellschüttungen und Wasserstände. In Einzelfällen wurden Brunnen außer Betrieb genommen. In Abhängigkeit der Witterung ist davon auszugehen, dass sich regional auch in den kommenden Wochen, die bei einigen Wasserversorgern angespannte Situation fortsetzen wird. Hinweise auf geringe Wasserdargebote zeigen sich aufgrund der Niederschlagssituation der vergangenen Monate nach wie vor besonders in Schwaben, Oberbayern sowie Ostbayern, aber auch in Bereichen Nordbayerns. Jahreszeitbedingt liegen die Wasserabgaben auf einem niedrigeren Niveau gegenüber den Spitzenabgaben in den Sommermonaten.

Im Hinblick auf das niedrige Wasserdargebot haben weiterhin einige Wasserversorger bzw. einige Landkreise vorsorglich zum Sparen von Trinkwasser aufgerufen und auf Einsparmöglichkeiten, z. B. bei Gartenbewässerung, Verzicht auf Befüllung von Swimmingpools (im Herbst mit weniger Relevanz) und Autowaschen bzw. Duschen statt Baden, hingewiesen. Hierzu zählen in einigen Fällen auch Versorger mit größeren Wasserabgaben. Außerdem sind bei einigen Wasserversorgern – mit Schwerpunkt Südschwaben, Ober- und Ostbayern – Maßnahmen wie der temporäre Bezug von Trinkwasser von leistungsfähigen Nachbarn weiterhin aktiv. Die von einigen Wasserversorgern im Sommer erlassenen Allgemeinverfügungen, die bestimmte Nutzungen, wie z. B. die Befüllung von Swimmingpools, das Autowaschen, die Gartenbewässerung und die Bewässerung von Sport- und Grünflächen, einschränken oder untersagen, sind zwar in der Mehrheit, jedoch nicht in allen Fällen aufgehoben worden.

Gewässerökologie Fließgewässer und Seen:
Die ökologische Situation in unseren Fließgewässern hängt stark von der Wassertemperatur, dem Sauerstoffgehalt sowie dem Wasserstand und der Strömung ab. Diese Faktoren müssen immer in ihren Wechselwirkungen gemeinsam betrachtet werden. Die Wassertemperaturen liegen überall in Bayern in einem unkritischen Bereich. Die Niedrigwassersituation hält jedoch weiter an und sorgt damit weiterhin für eine angespannte gewässerökologische Lage.

Seltene Arten wie Flussperlmuschel und Bachmuschel sowie die einheimischen Flusskrebsarten sind weiterhin durch die sehr geringen Abflüsse oder Trockenfallen bedroht.

Sauerstoff und Wassertemperatur bewegen sich an Main und Donau in einem unkritischen Bereich. Am Main bleibt die Situation aufgrund der reduzierten Wassermengen aus dem Überleitungssystem angespannt. Auch an der Donau sind die Abflüsse sehr niedrig. Die Messstation Pfelling wurde aus diesem Grund vorübergehend außer Betrieb genommen.

Entwicklung in den Seen
Das Ökosystem der Seen wird maßgeblich von der Temperaturentwicklung im Jahresverlauf geprägt. Der Wechsel von warmen und kalten Jahreszeiten sichert die Sauerstoffversorgung des Tiefenwassers und die Nährstoffversorgung der Pflanzen und Tiere im Freiwasser.
Das Oberflächenwasser erreichte in diesem Jahr Spitzenwerte und muss sich nun, in der kälteren Jahreszeit, wieder auf die Temperatur der tieferen Schichten abkühlen. Findet die Abkühlung nicht in ausreichendem Maß statt, kann das über den Sommer entstandene Sauerstoffdefizit im Tiefenwasser nicht aufgelöst werden und der Start in das neue Vegetationsjahr erfolgt bereits mit Sauerstoffmangel über Grund. Ein lebensfeindlicher Bereich entsteht.

Die Oberflächen-Temperaturen der Seen kühlen der Jahreszeit entsprechend ab.
Der Wasserstand vieler natürlicher Seen in Bayern befindet sich schon über einen längeren Zeitraum in einem niedrigen oder sehr niedrigen Bereich, historische Niedrigstwerte werden unterschritten. Die Situation hat sich durch die wenigen Regenfälle kaum geändert.
Das Trockenfallen größerer Uferflächen verringert den Lebensraum der Tiere und Pflanzen im Flachwasser. Röhrichtbestände, die u.a. als Lebensraum für Flachwasserorganismen dienen, sind von der Wasserfläche abgeschnitten. Wasserpflanzenbestände liegen trocken, wenig mobile Organismen wie Muscheln können dem Wasser nicht immer folgen.
Blaualgen werden nach wie vor von mehreren Seen gemeldet, mit leicht abnehmender Tendenz. Vorkommen einer in Bayern noch nicht lange bekannten Art, die sich zumeist im Uferbereich befindet und Toxine bilden kann, treten weiterhin auf.
Die langen Phasen sehr hoher Oberflächentemperaturen in diesem Sommer, verbunden mit anhaltendem Niedrigwasser führten zu ungewöhnlichem Wachstum von Wasserpflanzen und Algen. Stirbt die Vegetation nun ab, führt das entsprechend zu größerem Sauerstoffverbrauch am Seegrund. Langfristige Änderungen des Ökosystems können erst durch Untersuchungen in den kommenden Jahren erkannt werden.

Ausblick:
Die aktuelle Basis-Witterungsvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) klassifiziert die nächsten zwei Kalenderwochen (KW 41 bis 42) als jeweils zu trocken und zu warm. Diese Einstufungen basieren auf Klimavorhersagen im Vergleich zur Klimaausprägung 2006 bis 2025.

Die Wetterprognose lässt weiterhin nur vereinzelte und geringe Niederschläge erwarten. Die Niedrigwasserlage und die angespannte Grundwassersituation bleiben bestehen.

Abb.1: Siebenmonatiges Niederschlagsdefizit in Prozent aus dem Zeitraum März bis September 2026 im Vergleich zum Mittel 1971 bis 2000. Datenquelle: DWD (HYRAS v6.1), Datenaufbereitung: LfU (BayObs-Daten).



Abb.2: Abweichungen vom mittleren Monatsniederschlag (1971-2000) für die Regionen Nordbayern (Bayern, nördlich der Donau) und Südbayern (Bayern, südlich der Donau) im Verlauf der letzten 2 Jahre.



Abb.3: Anteil an Grundwassermessstellen und Quellen mit der Klassifizierung niedrig, sehr niedrig bzw. neuer Niedrigstwert im oberen Grundwasserstockwerk (dunkelblaue Linie) und den tieferen Stockwerken (blaue Linie) im Verlauf der letzten 2 Jahre.



Abb.4: Ganglinienvergleich für ausgewählte Grundwassermessstellen (Bayrischzell BO.A, links und Gennach 979, rechts). An beiden Messstellen liegen die aktuell gemessenen Messdaten deutlich unterhalb des für die Jahreszeit üblichen Niveaus.



Abb.5: Anteil der Pegel an Fließgewässern mit einer Klassifizierung sehr niedrig im Verlauf der letzten 2 Jahre.



Abb.6: Ganglinienvergleich der Jahresgänge des Wasserstandes des Starnberger See seit 1907, das Jahr 2026 ist hervorgehoben in Rot dargestellt.



Abb.7: Niedrigwasser Starnberger See: Aufgrund des niedrigen Wasserstands kann die Bayerische Seenschifffahrt nicht mehr am Steg in Bernried anlegen. Aufnahme vom 27.09.2026.


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