Niedrigwasser-Lagebericht Bayern
Ausgegeben am 17.07.26, 15:00 Uhr
Das Niederschlagsdefizit des laufenden Abflussjahres beträgt für Bayern rund 32 Prozent. Aktuell zeigen 80 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen und 74 Prozent der Messstellen der tieferen Grundwasserstockwerke niedrige Verhältnisse.
Witterung:
Die Analyse des viermonatigen Niederschlages von März bis Juni 2026 verdeutlicht das große bayernweite Niederschlagsdefizit, mit den höchsten Werten in Schwaben (Abb. 1). In der 94-jährigen Datenreihe lassen sich für die Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern keine trockeneren Vergleichszeiträume finden. Im Juli traten immer wieder regionale Starkregenfälle auf, dennoch zeigt der bisherige Juli ein großräumiges Niederschlagsdefizit und damit sind nun schon 4,5 Monate aufeinanderfolgend zu trocken (Abb. 2). Die Niederschlagssumme des bisherigen Abflussjahres (01.11.2025 bis 16.07.2026) beträgt für Nordbayern (Bayern nördlich der Donau 385mm (69 Prozent vom Mittel 1971 bis 2000) und für Südbayern (Bayern südlich der Donau) 489mm (67 Prozent vom Mittel). Der Niederschlags-/Dürreindex (SPI) der letzten 90 Tage klassifiziert in Teilen von Unterfranken, Mittelfranken, Schwaben, Oberbayern und Niederbayern extrem trockene Verhältnisse.
Das bisherige Sommerhalbjahr fällt deutlich zu warm aus und dies belegen auch die charakteristischen Kenngrößen. Die Spannweite der Sommertage (Tage mit Lufttemperaturen von 25°C und mehr) reicht von 23 (Hof) bis 51 (Kitzingen). Dies sind 11 bis 22 Tage mehr als im langjährigen Mittel. Die Zahl der heißen Tage (Tage mit Lufttemperaturen von 30°C und mehr) übersteigt das Mittel zum Teil um das Fünffache: Hof (8 heiße Tage) und Kitzingen (30 heiße Tage). Nordbayern erlebte die zweite Hitzewelle des Jahres, vielerorts mit sechs heißen Tagen in Folge. In diesem Sommer gab es auch schon 1 (Augsburg) bis 11 (Kitzingen) sehr heiße Tage mit Lufttemperaturen von mehr als 35°C. Die Bilanz der Tropennächte hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert: 9 Tropennächte in Würzburg und 5 in München (Tage mit einem Lufttemperaturminimum von mindestens 20°C).
Fließgewässer:
An den bayerischen Flüssen werden weiterhin bayernweit für die Jahreszeit niedrige Abflüsse registriert. Ca. 50% der Messstellen zeigen aktuell Abflüsse unter dem langjährigen mittleren Niedrigwasserabfluss (MNQ) und werden als sehr niedrig eingestuft (Abb. 4), es treten nun auch vermehrt neue Niedrigstabflüsse auf. Lokale Niederschläge lassen die Wasserstände aktuell nur kurzfristig ansteigen führen nur vorübergehend zu einer Verbesserung der Abflusssituation. Durch das Auftreten von starkem Bewuchs an einzelnen Messquerschnitten können lokal Abflussmesswerte verfälscht sein.
Seen und Speicher:
An den Seen im Süden Bayerns werden an ca. 35% der beobachteten Seen und Speicher für die Jahreszeit niedrige Wasserstände und an ca. 18% sehr niedrige Wasserstände registriert, bei überwiegend weiter fallender Tendenz der Wasserstände.
Die Betriebsräume der staatlichen Wasserspeicher mit der Funktion Niedrigwasseraufhöhung sind derzeit zu rd. 40 bis 100% gefüllt. Diese Volumina können für die Niedrigwasseraufhöhung in Anspruch genommen werden. Davon ausgenommen sind die Trinkwassertalsperre (TWT) Mauthaus, welche aufgrund von Sanierungen keine Niedrigwasseraufhöhung leistet und der Altmühlsee, welcher aufgrund seines niedrigen Wasserstandes aktuell keine Niedrigwasseraufhöhung für die Altmühl bereitstellen kann.
Am Überleitungssystem Donau-Main wird, da der Mindestabfluss von 140m³/s am Pegel Kelheimwinzer seit 16.07.2026 wieder überschritten ist, erneut auch Wasser aus der Donau zur Überleitung in das Maingebiet verwendet. In der vergangenen Woche wurde die Niedrigwasseraufhöhung für das Maingebiet vor allem aus dem Großen Brombachsee (80% der Niedrigwasseraufhöhung) gespeist. Die derzeitige Abgabe aus dem Großen Brombachsee beträgt 6,0m³/s und die Abgabe aus dem Rothsee 2,0 m³/s. Im Laufe des heutigen Tages wird am Rothsee die Abgabe auf 4,0m³/s erhöht. Der Niedrigwasserraum des Großen Brombachsees ist aktuell zu rd. 70% gefüllt.
Auch am Pegel Neu-Ulm/Donau wurde der Abflussgrenzwert von 44m³/s am 16.07.2026 wieder überschritten und die Niedrigwasseraufhöhung für die Iller aus dem Rottachsee eingestellt. Da an der Donau die Abflüsse wieder fallen, ist mit einer Wiederaufnahme der Niedrigwasseraufhöhung durch den Rottachsee und mit einer erneuten Erhöhung der Abgabe aus dem Großen Brombachsee zu rechnen.
Für die Isar leistet der Sylvensteinspeicher seit dem 19.06.2026 Niedrigwasseraufhöhung mit variierenden Mengen. Seit dem 12.07.2026 wurde der Abfluss sukzessive von 13,5m³/s auf 11,0m³/s verringert. Der Niedrigwasserraum des Sylvensteinspeichers ist aktuell zu rd. 47% gefüllt.
Seit dem 06.06.2026 wird auch durch die Förmitztalsperre Niedrigwasseraufhöhung für die Förmitz durchgeführt. Dabei werden rd. 0,5m³/s an das Fließgewässer abgegeben. An der TWT Mauthaus und der TWT Frauenau sind derzeit die Betriebsräume zu rd. 61% gefüllt. Beide Trinkwassertalsperren können zur Wasserlieferung an die Fernwasserversorger herangezogen werden.
Grundwasserstände und Quellschüttungen:
Aktuell zeigen 80 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen sowie Quellen und 74 Prozent der Messstellen der tieferen Grundwasserstockwerke niedrige und sehr niedrige Verhältnisse.
Entwicklung der Grundwasserstände und Quellschüttungen im oberen Grundwasserstockwerk
Nach dem zu trockenen Jahr 2025 waren auch das hydrologische Winterhalbjahr (November 2025 bis April 2026) sowie die Monate Mai und Juni von Trockenheit geprägt. In der Folge hatte sich im Laufe der Zeit an zahlreichen staatlichen Grundwassermessstellen und Quellen eine ausgeprägte Niedrigwassersituation eingestellt.
Aktuell wird an 80% der Messstellen des oberen Grundwasserstockwerks eine Niedrigwassersituation gemessen (Abb. 3), wobei mit 53% die Einstufung „sehr niedrig“ dominiert. Zunehmend werden, mit Schwerpunkt Südbayern, auch neue Niedrigstwerte erreicht. Neben den Grundwasserständen sind insbesondere die Quellschüttungen im oberen Grundwasserstockwerk von Niedrigwasserbedingungen betroffen. An vielen Quellen wird derzeit ein sehr niedriges Schüttungsniveau registriert, welches in bisherigen Trockenjahren zumeist erst während der Herbstmonate verzeichnet wurde.
Die aktuelle Situation ist weiterhin als angespannt zu bezeichnen. Dies wird durch einen Vergleich mit den Bedingungen zum selben Zeitpunkt der letzten fünf Jahre bestätigt: 2021: 22%, 2022: 71%, 2023: 55%, 2024: 4%, 2025: 57%.
Unter Berücksichtigung der Basis-Witterungsvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie der üblichen jahreszeitlichen Entwicklung, muss vorerst von bayernweit weiter sinkenden Grundwasserständen ausgegangen werden. Sollten weitere zu trockene Sommer- und Herbstmonate folgen, wird sich die Niedrigwassersituation weiter verschärfen. Das weitere Geschehen ist genau zu beobachten.
Entwicklung der Grundwasserstände in den tieferen Grundwasserstockwerken
In den tieferen Grundwasserstockwerken wird aktuell an rund 74% der Messstellen eine Niedrigwassersituation registriert (Abb. 3). Die Entwicklung hin zu sehr niedrigen Grundwasserständen setzt sich weiter fort. Besonders betroffen sind die bereits auffälligen Gebiete „mittelfränkischer Sandsteinkeuper“ sowie „südbayerisches Tertiärhügelland“. Mit Schwerpunkt im südbayerischen Raum werden vermehrt neue Niedrigstwerte registriert. Auch im nördlichen Franken zeigen viele Messstellen eine teils ausgeprägte Niedrigwassersituation.
Entwicklung der Grundwasserneubildung in den letzten Jahren
Aufgrund der zu geringen Niederschlägen der letzten Jahre weist die Grundwasserneubildung in Bayern im Zeitraum 2003 bis 2025 ein mittleres jährliches Defizit von rd. 15% auf. Erst das nasse Jahr 2024 führte nach zuvor gehäuft aufgetretenen Trockenjahren (2015, 2018, 2019, 2020, 2022) zu einer vorübergehenden Erholung. Diese Erholung war in ihrer Ausprägung jedoch nicht nachhaltig, so dass sich das Defizit in der Grundwasserneubildung nach dem Trockenjahr 2025 erneut vergrößert hat.
Trinkwasserversorgung:
Die öffentliche Trinkwasserversorgung in Bayern ist gewährleistet. Versorgungsengpässe bei den Abnehmern sind aktuell nicht bekannt. Bei einer Reihe von Quellen und Brunnen der Wasserversorgung werden allerdings weiterhin geringe bzw. zurückgehende Quellschüttungen und niedrige bzw. sinkende Grundwasserstände beobachtet, die unter den saisonal üblichen Werten liegen und in einigen Fällen das niedrige Niveau des Herbstes erreichen. So sind insbesondere im südlichen Schwaben mehrere Wasserversorger von deutlich zurückgegangenen/zurückgehenden Dargeboten betroffen.
Die Niederschläge seit dem 10.07.2026 haben in Bayern nicht zu einer merklichen Entspannung beim Trinkwasserdargebot geführt. In Einzelfällen wurden Brunnen außer Betrieb genommen. bei Fortdauer der Situation ist mit weiteren Außerbetriebnahmen zu rechnen. Hinweise auf geringe Wasserdargebote zeigen sich aufgrund der Niederschlagssituation der vergangenen Monate besonders in Schwaben, Oberbayern sowie Ostbayern, aber auch in Bereichen Nordbayerns. Niedrige Trinkwasserdargebote fallen – wie bereits in den letzten Wochen – mit saisonal bedingten überdurchschnittlichen Trinkwasserabgaben zusammen. Bei einigen Wasserversorgern ist eine angespannte Situation zu beobachten. Im Hinblick auf die aktuell warmen Sommermonate mit üblicherweise höheren Verbräuchen haben einige Wasserversorger, vor allem wenn diese Quellwasser nutzen, vorsorglich zum Sparen von Trinkwasser aufgerufen und auf Einsparmöglichkeiten, z. B. bei Gartenbewässerung, Verzicht auf Befüllung von Swimmingpools und Autowaschen bzw. Duschen statt Baden, hingewiesen, darunter in einigen Fällen auch Versorger mit größeren Wasserabgaben.
Seit dem letzten NID-Lagebericht vom 10.07.2026 riefen einige weitere Wasserversorger zum Wassersparen auf. Außerdem haben einige Wasserversorger Maßnahmen wie den temporären Bezug von Trinkwasser von leistungsfähigen Nachbarn ergriffen (z.B. einige Fälle in Südschwaben und Oberbayern). In Einzelfällen haben Wasserversorger, darunter seit dem 14.07.2026 der größte kommunale Wasserversorger Bayerns, Allgemeinverfügungen erlassen, die bestimmte Nutzungen, wie z.B. die Befüllung von Swimmingpools, das Autowaschen, die Gartenbewässerung und die Bewässerung von Sport- und Grünflächen, einschränken oder untersagen.
Gewässerökologie Fließgewässer und Seen:
Die ökologische Situation in unseren Fließgewässern hängt stark von der Wassertemperatur, dem Sauerstoffgehalt sowie dem Wasserstand und der Strömung ab. Diese Faktoren müssen immer in ihren Wechselwirkungen gemeinsam betrachtet werden.
Momentan prägen in ganz Bayern noch immer sehr niedrige Abflüsse das Bild unserer Fließgewässer. Die regional sehr unterschiedlich verteilten Regenfälle der letzten Tage haben hier nur kurzzeitig Entspannung gebracht. Gleichzeitig bewirken aber die relativ kühlen Nächte der letzten Wochen auch, die gewässerökologische Situation etwas zu entschärfen.
Besonders in Main und Donau sind die Sauerstoffgehalte weiterhin in einem günstigen Bereich. Dazu tragen vermutlich die Algenentwicklung und die bei Niedrigwasser typische stärkere Entwicklung der Wasserpflanzen bei.
Schwerwiegende gewässerökologische Ereignisse wie Fischsterben oder auffällige Einbrüche bei anderen Gewässerorganismen sind bisher in den Fließgewässern – im Gegensatz zu Fischteichen und kleineren Stillgewässern – nur vereinzelt beobachtet worden.
Im Rahmen der Anwendung des Alarmplanes wurde für den Main im Meldebereich 1 von Kahl bis Würzburg wieder die Meldestufe „Warnung“ ausgerufen. Grund dafür sind die hohen Wassertemperaturen, die über dem Schwellenwert liegen.
An der Donau hat sich die Situation auf einem hohen, aber noch nicht kritischen Niveau stabilisiert. Die im Alarmplan festgelegten Schwellenwerte für Wassertemperatur und Sauerstoff werden nicht überschritten. Zunehmend werden trockengefallene Gewässerabschnitte an kleinen Gewässern gemeldet. In Einzelfällen erfolgten Abfischungen von Gewässerabschnitten, um die Fische in günstigere Bereiche umzusetzen.
Angesichts der aktuellen Wetterprognose ist vorerst von keiner nachhaltigen Entspannung für die Gewässerökologie auszugehen. Die Fließgewässer in Bayern unterliegen oft einer intensiven Nutzung. In ganz Bayern treten in Anbetracht der geringen Abflüsse Einschränkungen bei Gewässernutzungen wie der Wasserkraft auf, gewässerökologisch notwendige Mindestwassermengen können in Einzelfällen nicht eingehalten werden. Ebenfalls werden in Einzelfällen auch Grenzen und Defizite bei der Niedrigwasser-Steuerung deutlich.
Entwicklung in den Seen
Das Ökosystem der Seen wird maßgeblich von der Temperaturentwicklung im Jahresverlauf geprägt. Der Wechsel von warmen und kalten Jahreszeiten sichert die Sauerstoffversorgung des Tiefenwassers und die Nährstoffversorgung der Pflanzen und Tiere im Freiwasser. Die Entwicklung von pflanzlichen und tierischen Organismen ist stark an die Temperatur und die Nährstoffgehalte gekoppelt.
Das sommerlich erwärmte Oberflächenwasser muss sich in der kälteren Jahreszeit wieder auf die Temperatur der tieferen Schichten abkühlen, zumeist auf nahe 4°C. Damit wird eine Zirkulation bzw. Durchmischung des Wasserköpers und damit der Transport des Luftsauerstoffs in die Tiefe ermöglicht. Je wärmer und mächtiger die oberflächliche Wasserschicht eines Sees wird, desto länger dauert es, bis dieser Prozess möglich wird. Findet die Abkühlung nicht in ausreichendem Maß statt, kann das über den Sommer durch Abbauprozesse entstandene Sauerstoffdefizit in der Tiefe nicht aufgelöst werden und der Start in das neue Vegetationsjahr erfolgt bereits mit Sauerstoffmangel über Grund. Ein lebensfeindlicher Bereich entsteht.
Die Temperaturspitzenwerte, die in vielen Seen während der Hitzewelle im Juni auftraten, sind teilweise durch die etwas kühleren Temperaturen in den vergangenen Tagen etwas zurückgegangen. Dennoch wurde vom Tegernsee und vom Chiemsee ein Allzeithoch gemeldet, der Bodensee ist ebenfalls nahe seiner Rekordwerte. Die Mächtigkeit der warmen Oberflächenschicht ist ebenfalls schon groß und reicht z.T. bis 5m Wassertiefe.
Der Wasserstand vieler natürlicher Seen in Bayern befindet sich schon über einen längeren Zeitraum im niedrigen und vermehrt auch im sehr niedrigen Bereich mit weiter sinkender Tendenz. Mehrere kleinere stehende Gewässer sind ausgetrocknet. Das Trockenfallen größerer Uferflächen verringert den Lebensraum der Tiere und Pflanzen im Flachwasser. Röhrichtbestände, die von der Wasserfläche abgeschnitten werden, sind dann nicht als Habitat und Rückzugsraum zugänglich. Eiablagen, die in der Phase eines höheren Wasserstandes, erfolgt sind, können vertrocknen. Sehr hohe Wassertemperaturen im Flachwasser können alle dort lebenden wenig oder nicht mobile Organismen und deren Entwicklungsstadien schädigen, beispielsweise Muscheln. Quellen die in den See schütten, die sich auch oft im Uferbereich befinden und kühles Wasser zuführen sind in ihrer Leistung momentan sehr reduziert. Die lokalen Starkregenereignisse haben kaum Entspannung gebracht. Damit einhergehende Erosion in der Fläche sowie Regenwasserentlastungen tragen große Nährstoffmengen in Seen ein. In Kombination mit höheren Temperaturen kann das zu starkem Algenwachstum führen. Mögliche Auswirkungen sowie die Folgen für das empfindliche Ökosystem im Flachwasser können im Lauf dieses oder erst der nächsten Jahre erkannt werden.
Starke Algenentwicklungen werden aktuell von mehreren Seen gemeldet und breiten sich aus. Zu den bereits bestehenden Blaualgenblüten kommen neue Beobachtungen hinzu. Auch Badewarnungen mehren sich. Die Situation verschärft sich weiter. Fälle von Zerkarienvorkommen werden an mehreren kleineren Gewässern beobachtet. Diese Parasiten werden von großer Wärme gefördert und können stark juckende Ausschläge verursachen.
Ausblick:
Die aktuelle Basis-Witterungsvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) klassifiziert die nächsten vier Kalenderwochen (KW 29 bis 32) als zu warm und überwiegend zu trocken. Lediglich die KW 30 soll bezüglich des Niederschlags normale Verhältnisse aufweisen. Diese Einstufungen basieren auf Klimavorhersagen im Vergleich zur Klimaausprägung 2006 bis 2025.
Aufgrund der vorhergesagten Witterung ist mit einer weiteren Hitzewelle und weiter an-haltendem Trockenwetter zu rechnen. Dadurch wird sich die Niedrigwasserlage verschärfen.
Zusätzliche Informationen im Internet: https://www.nid.bayern.de/

Abb.1: Viermonatiges Niederschlagsdefizit in Prozent aus dem Zeitraum März bis Juni 2026 im Vergleich zum Mittel 1971 bis 2000. Datenquelle: DWD (HYRAS v6.1), Datenaufbereitung: LfU (BayObs-Daten).

Abb.2: Abweichungen vom mittleren Monatsniederschlag (1971-2000) für die Regionen Nordbayern (Bayern, nördlich der Donau) und Südbayern (Bayern, südlich der Donau) im Verlauf der letzten 2 Jahre.

Abb.3: Anteil an Grundwassermessstellen und Quellen mit der Klassifizierung niedrig, sehr niedrig bzw. neuer Niedrigstwert im oberen Grundwasserstockwerk (dunkelblaue Linie) und den tieferen Stockwerken (blaue Linie) im Verlauf der letzten 2 Jahre.

Abb.4: Anteil der Pegel an Fließgewässern mit einer Klassifizierung sehr niedrig im Verlauf der letzten 2 Jahre.
