Niedrigwasser-Ereignisse

Niedrigwasser-Bericht

Niedrigwasser 2018 und 2019

Die beiden Niedrigwasserjahre 2018 und 2019 stellten einen Belastungstest für unsere wasserwirtschaftlichen und umweltschutzrelevanten Aufgaben dar und erlauben einen Ausblick auf mögliche künftige Verhältnisse in Zeiten des Klimawandels. Der vorliegende Bericht schildert die Ereignisverläufe der Jahre 2018 und 2019 aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und ermöglicht einen vertieften Blick auf die Auswirkungen. So haben niedrige Wasserstände in Fließgewässern, Seen und Talsperren, verringerte Quellschüttungen, geringe Bodenwassergehalte, niedrige Grundwasserstände, erhöhte Wassertemperaturen und veränderte gewässerökologische Parameter einen maßgeblichen Einfluss auf unsere elementaren Lebensgrundlagen.

Niedrigwasser in Bayern

Der LfU-Bericht "Niedrigwasser in Bayern - Grundlagen, Veränderungen und Auswirkungen" stellt die aktuellsten Erkenntnisse der Niedrigwasserentwicklung in Vergangenheit und Zukunft vor und beschreibt konkrete Vorbeugungs- und Anpassungsmaßnahmen für die verschiedenen wasserwirtschaftlichen Bereiche. Das Niedrigwasserereignis 2015 hatte eine Vielzahl von Auswirkungen auf die Gewässerökosysteme und die Wasserwirtschaft. Umfangreiche Maßnahmen sind künftig erforderlich, um das Wasserdargebot in extremen Trocken- und Niedrigwasserperioden in Bayern flächendeckend zu garantieren.

Niedrigwasser-Ereignisse

Trockenperioden 2011

Neben einem niederschlagsarmen und sehr warmen Frühjahr war auch der Herbst durch eine ausgeprägte Trockenheit gekennzeichnet. So führte laut Deutschem Wetterdienst eine über 6 Wochen andauernde Hochdruckphase zum trockensten November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Daraus folgten sehr geringe Abflüsse und Wasserstände in vielen Fließgewässern und Seen Bayerns. Besonders betroffen war dabei der Süden.

Trockenperiode 2007

Durch stabile Hochdruckwetterlagen war es im April markant zu warm sowie markant zu trocken (örtlich 27tägige Trockenperiode, trockenster April seit 1901). Im Maingebiet sanken die Abflüsse meist bis zum mittleren Niedrigwasserabfluss, im Donaugebiet verbreitet noch deutlich darunter. Extremes Niedrigwasser wurde nicht erreicht. Die Grundwasserstände lagen vielerorts zwischen den mehrjährigen Mittelwasserständen und den mehrjährigen niedrigsten Werten.

Trockenperiode 2003

Von Februar bis September blieben acht Monate hintereinander zu trocken. Die Donau- und Amperpegel hatten niedrigere Wasserstände und Abflüsse als 1976, bei den Mainpegeln und den grundwasserbeeinflussten Alpengewässern wurden 1976 niedrigere Werte registriert (bayernweit war 1947 noch extremer). Die Niedrigstwerte der Grundwasserstände aus früheren Jahren wurden bei einigen Messstellen erreicht.

Trockenperiode 1976

Von Februar bis August blieben nördlich der Donau sieben Monate hintereinander sowie der Oktober zu trocken. Dadurch näherten sich die Abflüsse in Nordbayern den bisherigen Niedrigstwerten und bei den nördlichen Zuflüssen der Donau wurden die mittleren niedrigsten Abflüsse erheblich unterschritten. Beim Grundwasser wurden die bisher bekannten Tiefstwerte nur in wenigen Fällen erreicht oder unterschritten.

Trockenperiode 1964

Im Abflussjahr blieben im Maingebiet insgesamt acht (von Juni bis August drei aufeinander folgende Trockenmonate) und im Donaugebiet sechs Monate zu trocken. Deshalb wurden im Sommerhalbjahr im Main- und Naabgebiet vielerorts die bisher niedrigsten bekannten Abflüsse erreicht. Bei den Grundwasserständen wurden im Maingebiet bei 50 % aller Messstellen die bisher beobachteten Tiefstwerte unterschritten.

Trockenperiode 1947

Bereits der Winter 1946/47 war zu trocken und durch die zusätzliche Trockenheit von August bis Oktober entwickelte sich ein Dürrejahr. Anfang September war die Wasserführung im Maingebiet und im Oktober im Donaugebiet am geringsten. Die Grundwasserstände im Donaugebiet fielen ab Mai in den Bereich der Trockenwetterabflusslinie, im Maingebiet wurde zur Jahreswende der bisher beobachtete Tiefststand erreicht.

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